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SCHAU HIN! Mediencoach-Kolumne

Kristin Langer
SCHAU HIN!-Mediencoach

Dr. Iren Schulz
SCHAU HIN!-Mediencoach

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Digga, du bist so lost!“
„Der checkt gar nix, warum unterrichtet der überhaupt Mathe?“
„So cringe ihr Post. Sie denkt auch, sie ist Model.“

… Nachrichten in Chats sind nicht immer freundlich. Schnell wird per Messenger eine beleidigende Antwort verschickt, Frust und Enttäuschung verbreitet oder gelästert. Und das nicht nur in den Klassenchats der Kinder! Auch im Elternchat der Schule oder der Kita geht’s oftmals hoch her. Der Kolleg*innenaustausch kann Spielwiese für schlechte Scherze werden oder im Familienchat wird mal so richtig unter Verwandten „abgerechnet“. Ohne zu bedenken, wie (verletzend) eine Nachricht für jemanden ist, wird geschrieben und verschickt oder sofort mit anderen geteilt. Gedanken an Respekt, Privatsphäre und Datenschutz rücken in den Hintergrund, weil Emotionen die Oberhand gewinnen.

Wichtig ist, dass Eltern und Erziehende mit ihren Kindern von Beginn an über das richtige Verhalten in Chats sprechen. Dass Respekt und ein freundlicher Umgang genauso zu den Grundregeln zählen, wie Informationen eindeutig zu übermitteln, zur passenden Zeit und mit Themen, die für alle Beteiligten auch passen. Nachrichten, die bei anderen Ängste, Vermutungen oder Missverständnisse schüren, haben im Chat nichts zu suchen. Etwa „Omaunfall, jetzt Krankenhaus“ ist eine wenig hilfreiche Nachricht,
 wenn sie im Familienchat vor der Frühstückspause, einer wichtigen Sitzung oder Prüfung gepostet wird. Die Empfänger*innen sind beunruhigt und in Sorge. Abwarten, bis mehr Klarheit über die Unfallsituation und deren Folgen besteht, hilft auch bei der Entscheidung, ob sich die Nachricht nicht doch besser persönlich oder am Telefon übermitteln lässt. Rückfragen und Gespräche können helfen, den anfänglichen Schrecken abzumildern.

Miteinander Chatten will also gelernt sein, besonders Smartphone-Einsteiger*innen brauchen hier die Begleitung und das Vorbild ihrer Eltern. Online respektvoll sein, niemanden belästigen oder anderen keine unangemessenen Inhalte zu schicken – das gilt für alle. Denn damit kann man anderen schaden und sich sogar strafbar machen, das alles müssen Heranwachsende lernen. Und es erfordert Mut, sich für andere einzusetzen, wenn sie belästigt oder gemobbt werden. Am besten geben Eltern durch ihr Chatverhalten ein gutes Vorbild ab, an dem sich ihr Kind orientieren kann. Konkret: Pausenloses Chatten und impulsive Antworten vermeiden; Streitereien und Konflikte persönlich klären (vor allem wenn andere im Chat mitlesen), bewusste Pausen einlegen, nicht Dauerchatten und das auch den Chatmitgliedern signalisieren: Ich bin nicht immer erreichbar.

Auf diese Weise kann ein freundliches Miteinander in Messengern, Foren, Social-Media-Nachrichten und am Rande von bei Online-Games gelingen – jenseits von Beleidigungen, Ausgrenzungen und Hasskommentaren.

Wichtige Themen bei SCHAU HIN!:

Klassenchats brauchen Regeln und Begleitung

Drei Kinder in bunter Kleidung schauen gemeinsam auf ein Smartphone.

© stacestock/Fotolia

In Klassenchats können sich Schüler*innen über Hausaufgaben oder den Stundenplan austauschen. WhatsApp-Gruppen sind jedoch nicht ohne Risiken für Datenschutz und Privatsphäre. Außerdem kann es zu Cybermobbing kommen.

Sicher chatten: die wichtigsten Eltern-Tipps

Mutter und Tochter schauen auf einen Laptop

© SCHAU HIN!

Kinder und Jugendliche sind über Soziale Netzwerke oder Messenger mit Freundinnen und Freunden in Kontakt. Über Chats können sie aber auch auf Unbekannte treffen. Wir erklären Eltern, was sie für den sicheren Umgang wissen müssen.

Jetzt ansehen: Elternabend zu KI

Grafik mit Foto eines Mädchens vor einem Laptop, daneben der Titel des Digitalen Elternabends: "KI im Kinderzimmer: Fake-Freund, Deepnudes und Hausaufgaben-Hilfe"

Die Aufzeichnung des letzten Digitalen Elternabends ist online: SCHAU HIN!-Mediencoach Dr. Iren Schulz gibt einen Überblick darüber, wie Kinder Künstliche Intelligenz aktuell nutzen, welche Chancen und Risiken die Anwendungen haben und hat praktische Tipps für Eltern zum Umgang mit "KI im Kinderzimmer".

Beste Grüße
Ihre Kristin Langer
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